Sarah Dubiel

 

Name: Sarah Dubiel
Alter: 26 Jahre

Beruf: Studierende am Hessenkolleg

Politischer Werdegang: Ich bin aktiv in der GEW und der Antifabi e.V, im LAG sozialistische Linke, bin Bundessprecherin der Linksjugend und bin Mitglied im Kreisvorstand der LINKEN in Lahn-Dill.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Ich heiße Sarah, bin alleinerziehende Mutter meines Sohnes und ich hole zur Zeit ich mein Abitur am Hessenkolleg auf dem zweiten Bildungsweg nach. Ich bin mir sicher, dass ich mit meinem Lebensweg für die Menschen stehe, für die diese Partei DIE LINKE eigentlich die erste Wahl sein müsste. Menschen, die uns vielleicht vor Jahren mal gewählt haben, die wir aber verloren haben, weil wir aufgehört haben ihre Sprache zu sprechen.

Wenn wir sie zurückgewinnen wollen, dann müssen wir die Themen setzen, die die Menschen bewegen. Wir müssen ihnen zuhören und sie ernst nehmen. Als Gesprächspartner auf Augenhöhe statt aus einer Position gefühlter moralischer Überlegenheit.
Die Folgen der Klimakrise sind auch in Wetzlar bereits deutlich spürbar. Das 1,5 Grad Ziel, für dessen Einhaltung sich DIE LINKE einsetzt wurde in Deutschland bereits 2018 verfehlt. Lange Trockenperioden, die bisher Augenscheinlich ein Problem der Landwirte sind, könnten sich schon vor der nächsten Kommunalwahl in leeren Trinkwasser Reservoirs abzeichnen. Exemplarisch dafür steht der Dannberger Wald, der als einer der letzten natürlichen Wälder in Hessen und Trinkwasserschutzgebiet für 500.000 Menschen gegen eine Autobahn getauscht werden soll. Um das schlimmste zu verhindern brauchen wir so schnell wie möglich einen deutlich ausgebauten und Ticketfreien ÖPNV. Wir müssen uns aber auch über mehr Grünflächen und andere Maßnahmen in der Städteplanung Gedanken machen, wenn wir Wetzlar als lebenswerte Stadt bewahren wollen.

In der Stadtverordnetenversammlung werde ich mich für den Erhalt und Ausbau von Schutzräumen für FLTI-Menschen und eine faire Repräsentation von Frauen in der Führung von Behörden in Wetzlar einsetzen. Ein Barrierefreie Stadt, die Menschen mit Geh- oder Sehbehinderungen mitdenkt, ist für mich eine echte Herzenzangelegenheit. Wir brauchen eine Inklusive Stadt vom Kindergarten bis zum Bürgeramt.

Schulen brauchen die finanziellen Mittel um sicherzustellen, dass jedes Kind die beste Bildung bekommt. Unabhängig von der Herkunft, dem Bildungsstand oder dem Geldbeutel der Eltern. Das Projekt ‚Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage‘ muss besser gefördert werden, denn Antifaschismus fängt  im Bildungssystem an. Wetzlar hat seit Jahrzehnten ein Problem mit Rechtsextremismus. In keinem anderen westdeutschen Parlament ist die NPD so stark vertreten wie bei uns. Solche Tendenzen müssen wir im Keim ersticken. Klare Kante gegen Rechts. Kein Platz für Faschismus und Antisemitismus.

Die Pandemie und der mit ihr einhergehende Lockdown macht bereits jetzt das Leben unzähliger Menschen schlechter. Wie alle Krisen und Verwerfungen trifft aber auch Corona nicht alle Menschen gleich. Frauen fallen wieder in alte Rollen zurück und übernehmen einen großen Teil der Pflege und Erziehungsarbeit. Wieder sind es die unteren 2/3 der Gesellschaft, die überproportional unter den Folgen der Pandemie leiden. Sei es Kurzarbeit, Doppelbelastung durch Schulschließungen, Mehrarbeit in der Pflege oder soziale Isolation in der 40m² Wohnung während die Tapete von den Wänden blättert.

Für mich war klar: Ich kann nicht darauf warten, dass irgendjemand vielleicht irgendwann meine Themen anspricht, für mich kämpft und versucht dahin gehend Änderungen voranzutreiben, sondern ich muss das selbst in die Hand nehmen. Für diese Menschen müssen wir Politik machen denn diese Menschen brauchen eine Starke Linke. Wenn ihr mich wählt verspreche ich euch, dass ich mit euch gemeinsam den Kampf um die Herzen dieser Menschen aufnehmen werde.