Linke aktiv zum Weltfrauentag

Am heutigen Weltfrauentag veranstaltete der Kreisverband LDK der Partei „Die Linke“ einen gut besuchten Infostand in der Wetzlarer Bahnhofstraße. Bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein nutzten zahlreiche Passant*innen und Passanten die Gelegenheit, sich über feministische Themen sowie weitere politische Schwerpunkte der Partei zu informieren.

Ein zentrales Anliegen des Infostandes war die Aufklärung über Femizide und partnerschaftliche Gewalt. Auf Plakaten wurden die jüngsten Fälle dokumentiert, um auf das alarmierende Ausmaß geschlechtsspezifischer Gewalt aufmerksam zu machen. Viele Besucher*innen und Besucher nahmen sich Zeit für Gespräche, in denen es um persönliche Erfahrungen, politische Forderungen und gesellschaftliche Veränderungen ging.

Ein weiteres wichtiges Thema war der Kampf gegen den § 218, der Schwangerschaftsabbrüche weiterhin kriminalisiert. Die Linke fordert die vollständige Streichung des Paragraphen aus dem Strafgesetzbuch, um eine selbstbestimmte Entscheidung über den eigenen Körper zu ermöglichen. Auch hierzu gab es zahlreiche Gespräche mit Interessierten.

Zusätzlich gab es eine Aktion, bei der Frauen ihre Erlebnisse mit sexualisierter und misogyn motivierter Gewalt anonym auf Zetteln notieren konnten. Diese wurden in einer dafür vorgesehenen Box gesammelt – ein stilles, aber eindrückliches Zeichen dafür, wie weit verbreitet geschlechtsspezifische Gewalt noch immer ist.

Neben feministischen Schwerpunkten thematisierte der Stand auch weitere zentrale Anliegen der Linken, wie bezahlbaren Wohnraum und den Kampf gegen Faschismus. Flyer, Sticker und weiteres Infomaterial lagen bereit und wurden rege mitgenommen. Auffällig war das große Interesse von Jung und Alt sowie von vielen männlich gelesenen Passanten, die sich aktiv an Diskussionen beteiligten.

Der Weltfrauentag ist ein Tag des Kampfes für Gleichberechtigung, für ein gewaltfreies Leben und für soziale Gerechtigkeit. Der Infostand der Linken in Wetzlar zeigte eindrucksvoll, dass diese Themen viele Menschen bewegen – und dass der Einsatz für feministische und soziale Anliegen weiterhin dringend notwendig ist